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 Konzept
Das sind fünf fotografierte Passfotos von Flüchtlingen aus Nordirak (Kurdistan). Ich habe sie an einem Strand in Süditalien gefunden einen Tag nachdem dort ein Boot mit 97 Männern und einer Frau angekommen war. Das war im Jahr 2003 während des Irakkriegs. Natürlich war die Ankunft dieser Leute an diesem einsamen Strand für mich ein sehr prägendes Erlebnis. Doch in dieser Arbeit geht es weder um ein persönliches Erlebnis noch um eine politische oder soziale Botschaft. Sondern es geht um diese kleinen gefunden Bildchen, zerfressen vom Meerwasser und zerrissen von den Menschen. Dank der Fotografie ist es möglich, gleichzeitig die Struktur des Bildes und das dahinterstehende Portrait zu sehen. Ich weiss nichts über diese Leute: nicht wie sie heissen, nicht was sie erlebt haben, nicht was diese Nummern auf den Pullovern zu bedeuten haben, nicht wo sie jetzt sind. Doch diese Bilder sind voll von ästhetischen Symbolen und Reizen, die in uns Fragen aufwerfen. Jedoch bleiben diese Fragen unbeantwortet. Dieses Spannungsfeld fasziniert mich. Je weniger Informationen, desto mehr Fragen. Je weniger der Betrachter weiss, desto freier kann seine Fantasie walten oder desto verlorener ist er darin. (Das ist auch der Grund weshalb diese Serie keinen Titel hat). So bleibt schlussendlich nur die Struktur und Materialität der Bilder. Die Arbeit entstand 2009 mit einer Grossformatkamera.
 Michael Fent *1987 (d)
mailto: m.fent@bluewin.chwebseite: www.michaelfent.comMichael Fent lebt in Lausanne und Hosenruck (TG). Nach einer zweijährigen technischen Ausbildung am CEPV (Centre d’enseignement professionel de Vevey; Formation supérieure en photograhie) in Vevey, studiert er seit 2009 Fotografie an der ECAL (Ecole cantonale d’art Lausanne). Michael Fent vit actuellement à Lausanne et Hosenruck (TG). Après une formation technique de deux ans à Vevey CEPV (Centre d’enseignement professionel de Vevey; Formation supérieure en photograhie), il suit des études en photographie à l’ECAL (Ecole cantonale d’art Lausanne) depuis 2009.
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