NEWS vom FOTODESIGN
Zurück
Zum fotointern-Artikel: »Scherbenhaufen Fotodesigner? Wie geht es weiter?« Ausgabe 18/2008, 18. November 2008

Unter dem Titel »Scherbenhaufen Fotodesigner? Wie geht es weiter?« ist im aktuellen fotointern ein Artikel zur gegenwärtigen Ausbildungssituation erschienen. Der reisserische Titel impliziert, dass es schlecht steht um die neue Ausbildung zum Fotodesigner, zur Fotodesignerin. Wer den ganzen Artikel liest, erhält allerdings ein differenzierteres Bild.

Was sind aktuellen Tatsachen der Ausbildung Fotodesign?
• Die erste Fachklasse Fotodesigner/-in hat im August an der Berufsschule für Gestaltung Zürich mit 15 jungen Leuten gestartet. Es ist eine sehr gute Klasse, von der wir viel erwarten dürfen. Das Niveau ist deutlich höher als früher in der Fotografenlehre, und die jungen Leute sind sehr motiviert durch Inhalt und Methode der neuen Ausbildung.
• Für den nächsten Ausbildungsgang in der Fachklasse Fotodesign sind bereits 59 Anmeldungen eingegangen. In einer ersten Auswahlstufe wurden 26 geeignete KandidatInnen ausgesucht. Mit maximal 15 von ihnen wird im nächsten Sommer die zweite Fachklasse Fotodesigner/-in starten.
• Schon jetzt zeigt sich, dass wir mit der neuen Ausbildung sehr viele junge Menschen ansprechen, und wir können unsere Auszubildenden auf hohem Niveau auswählen. Die Ausbildung Fotodesigner/-in ist auf gutem Weg, sich zu etablieren.

Und die Fotografenlehre?
• Die ehemalige Section Romande des SBf ist mit der Schaffung der neuen Ausbildung Fotodesigner/-in nicht einverstanden hat mit Presse und politischen Vorstössen, ja sogar mit einer Petition an den Bundesrat für die Fotografenlehre gekämpft. Deshalb hat sich das BBT (Bundesamt für Beruf und Technologie) für die vorläufige Beibehaltung der Fotografenlehre entschieden. Dies ist keineswegs ein Entscheid gegen die neue Ausbildung und auch kein grünes Licht für die Zukunft des alten Ausbildungsmodells. Es wird sich zeigen müssen, ob die Fotografenlehre weiterhin einem Bedürfnis entspricht.
• Wer die traditionelle Fotografenlehre anbieten will, kann dies also theoretisch tun. Wir sind jedoch überzeugt, dass er/sie damit weder dem Lehrling noch dem Fotografenberuf einen Dienst erweist. Schon heute können FotografInnen nicht mehr nur technisch versierte Bildermacher im Dienste eines Auftraggebers sein. Erst recht brauchen zukünftige Berufsleute neben dem Erlernen des technischen Know-hows eine Ausbildung, die sie dazu befähigt, selbständig zu arbeiten, Ideen zu visualisieren, Bildstrategien zu entwickeln und über Bilder zu kommunizieren. Und genau das lernen sie in der Ausbildung Fotodesigner/-in.

Lucia Degonda, vfg Mitglied
Öffentlichkeitsarbeit fotodesign
Mail: oeffentlichkeitsarbeit@fotodesign.ch
Web: www.fotodesign.ch







 


vfgPostfach 12698021 Zürich / SchweizPostcheck-Konto vfg: 80-69039-0info@vfgonline.ch