"Der schnelle Bergfluss Maschavera windet sich um das
Dorf Kasreti im südlichen Georgien und bildet rein geografisch
einen Rahmen um den Ort.
Man erzählt sich, dass zwei Schwestern, Mascha und Vera,
darin ertrunken seien.
Diese und andere Geschichten greift Lisa Biedlingmaier auf,
um ein Portrait des Dorfes, in dem sie bis zu ihrem
13. Lebensjahr aufwuchs, fotografisch zu inszenieren.
An Orten, an denen Menschen sehr eng bei einander leben,
an denen es kein kulturelles Angebot gibt, werden Gerüchte,
Geschichten und Mythen,
sowie Intrigen und Feindschaften zu Selbstläufern, sie besitzen
Unterhaltungswert und nehmen ein weites Beschäftigungsfeld ein.
Das Unheimliche ergibt sich durch den begrenzten Lebensraum.
Die Menschen beobachten sich gegenseitig sehr genau, die aufbrausende
Mentalität der Georgier führt dazu, dass man die Dinge
detailliert und emotional wahrnimmt.
Die Ehre spielt auf allen Ebenen eine grosse Rolle.
Man wird dazu angehalten, Position zu beziehen."
©Text Lisa Biedlingmaier
Lisa Biedlingmaier *1975
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 | in Stuttgart / Deutschland, Tscheljabinsk / Ural und Kasreti / Georgien aufgewachsen |
 | 2002 bis 2003 Studium an der Kunstakademie in Stuttgart |
 | 2003 erhielt sie ein DAAD Stipendium an der Hochschule für Gestaltung in Zürich |
 | Abschluss 2005 an der HGKZ |
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Lisa Biedlingmaier
Vogelsangstrasse 25
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